Spielbetrieb+: Warum ein Blick aus der Vogelperspektive per Drohne hilfreich ist

Drohne
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Manchmal hilft es, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen. Im Fußball gilt das für Trainer, Spieler, Schiedsrichter, Zuschauer und gelegentlich auch für Menschen, die nach dem Spiel ganz sicher sind, aus 80 Metern Entfernung alles perfekt erkannt zu haben.

Beim SV Mildensee nehmen wir diesen Perspektivwechsel jetzt ziemlich wörtlich. Denn im Rahmen unseres Projekts Spielbetrieb+ setzen wir künftig auch auf Luftbilder unserer Sportanlage. Möglich macht das unsere neue DJI Mini 4 Pro Fly More Combo, eine kompakte Drohne unter 250 Gramm, die uns dabei hilft, Hauptplatz, Nebenplatz, Randflächen, Vereinsgelände und das Umfeld des Sport- und Freizeitzentrums besser im Blick zu behalten.

Das klingt im ersten Moment vielleicht nach spektakulären Aufnahmen und schönen Bildern. Und ja, genau das ist es auch. Die ersten Luftbilder waren tatsächlich beeindruckend. Man kennt seine Anlage schließlich seit Jahren vom Boden, von der Seitenlinie, aus der Kabine, vom Vereinsheim oder vom Parkplatz. Von oben betrachtet sieht man plötzlich Zusammenhänge, Flächen und Strukturen, die einem im Alltag so gar nicht auffallen.

Aber bei Spielbetrieb+ geht es nicht nur um schöne Bilder. Die Drohne ist ein Werkzeug. Sie soll uns helfen, unsere Sportflächen besser zu verstehen, Pflege und Nutzung besser zu planen und langfristig einen sogenannten digitalen Zwilling unserer Anlage aufzubauen.

Warum Luftbilder für einen Sportverein sinnvoll sind

Unsere Sportanlage wird intensiv genutzt. Training, Spiele, Freizeitangebote, Veranstaltungen, Pflegearbeiten und viele kleine Abläufe greifen ineinander. Wer schon einmal versucht hat, Platznutzung, Rasenpflege, Schonzeiten, Spielplan, Wetter und Ehrenamt gleichzeitig zu koordinieren, weiß, dass das eine Aufgabe ist, die man nicht mal eben zwischen Kaffee und Anpfiff erledigt.

Natürlich gibt es Erfahrung. Und die bleibt wichtig. Unser Platzwart sieht Dinge, die anderen gar nicht auffallen. Trainerinnen und Trainer wissen, wo besonders viel trainiert wird. Der Vorstand kennt Belegungen, Termine und Planungsdruck. Der Digitalwart hat den Blick auf Daten, Abläufe und Dokumentation. Aber all diese Informationen liegen oft an verschiedenen Stellen.

Luftbilder helfen dabei, diese Informationen besser zusammenzuführen. Sie zeigen die Sportflächen als Ganzes. Sie machen sichtbar, welche Bereiche stärker belastet wirken, wo Randflächen besondere Aufmerksamkeit brauchen oder wo sich Nutzung und Pflege künftig genauer abstimmen lassen. Das ersetzt keine Erfahrung. Es ergänzt sie.

Klein, flexibel und ziemlich hilfreich

Angeschafft wurde eine DJI Mini 4 Pro Fly More Combo. Dass die Drohne unter 250 Gramm wiegt, hat für uns zwei praktische Vorteile: einerseits ist sie kompakt, flexibel und gut für die vorgesehenen Einsätze geeignet. Andererseits darf sie auch von Vereinsmitgliedern gesteuert werden, die nicht über einen Drohnenführerschein verfügen. Denn die Drohne soll regelmäßig Luftbilder und bei Bedarf auch kurze Aufnahmen liefern, die wir für zwei große Bereiche nutzen können: sowohl für die Planung und Pflege unserer Sportflächen als auch für Öffentlichkeitsarbeit, Website, Social Media und die spätere Präsentation von Vereinsinformationen.

Geflogen wird die Drohne durch den Digitalwart und geschulte Vereinsmitglieder. Dabei werden selbstverständlich die üblichen Regeln und Vorgaben beachtet, die beim Drohnenbetrieb gelten. Dazu gehören unter anderem ein verantwortungsvoller Umgang, passende Einsatzorte, Rücksichtnahme, Sicherheit, Versicherung, Registrierung und die Beachtung der geltenden Flugregeln. Wir wollen das an dieser Stelle nicht unnötig juristisch aufblasen, aber klar ist: Die Drohne ist kein Spielzeug, das mal eben spontan über alles und jeden fliegt, nur weil die Sonne gerade schön steht. Auch hier gilt der Spielbetrieb+-Gedanke: moderne Technik ja, aber bitte mit Verstand.

Vom Luftbild zum digitalen Zwilling

Der spannendste Teil ist nicht allein das Foto aus der Luft. Spannend wird es, wenn aus diesen Luftbildern nach und nach ein strukturierter Überblick entsteht. Unser Ziel ist es, aus Luftbildern, Zonenrastern, Pflege- und Nutzungsdaten sowie einfachen Auswertungen einen digitalen Zwilling unserer Sportanlage aufzubauen. Das klingt zunächst nach Hightech-Labor, soll in Wirklichkeit aber bei uns ganz pragmatisch bleiben.

Der digitale Zwilling entsteht nicht über teure Spezialsoftware oder komplizierte Systeme, sondern über einfache Dateien und Vorlagen. Also über Laptop, Tablet, Tabellen, Auswertungen und verständliche Abläufe. Beispiele dafür sind Excel-Dateien, Pflegeprotokolle, Nutzungsübersichten und künftig ein Zonenraster, mit dem wir unsere Plätze besser strukturieren können.

Die Idee dahinter ist einfach: Ein Luftbild zeigt die Fläche. Ein Zonenraster teilt diese Fläche sinnvoll ein. Trainingszeiten, Spielzeiten, Mähzeiten, Pflegeprotokolle, Schonzeiten und Beobachtungen des Platzwarts liefern zusätzliche Informationen. Zusammengenommen entsteht ein besseres Bild davon, wie unsere Sportflächen genutzt und gepflegt werden.

Was künftig erfasst werden soll

Wir stehen bei diesem Baustein noch am Anfang. Die Drohne ist da, erste schöne Luftbilder sind entstanden und die Grundlagen sind geschaffen. Der digitale Zwilling selbst wird nun Schritt für Schritt aufgebaut.

Voraussichtlich sollen Luftbilder einmal wöchentlich, nach Bedarf sowie vor und nach besonderen Belastungsphasen erstellt werden. Solche Belastungsphasen können zum Beispiel intensive Trainingswochen, Turniere, mehrere Heimspiele, Veranstaltungen oder ungünstige Wetterperioden sein. Gerade dann ist es hilfreich, nachvollziehbarer zu sehen, welche Bereiche besonders betroffen sind.

In die spätere Auswertung sollen unter anderem Trainingszeiten, Spielzeiten, Mähzeiten, Pflegeprotokolle, Schonzeiten und Beobachtungen des Platzwarts einfließen. Das klingt zunächst nach vielen kleinen Bausteinen. Genau darin liegt aber der Vorteil: Jeder einzelne Baustein ist für sich genommen überschaubar. Zusammen ergeben sie ein deutlich besseres Bild.

Bessere Planung für Platzwart, Vorstand und Trainerteam

Der digitale Zwilling soll vor allem den Menschen helfen, die mit unserer Sportanlage arbeiten und planen. Dazu gehören der Platzwart, der Vorstand, der Digitalwart, das Trainerteam und alle, die an Spielplanung, Pflege und Organisation beteiligt sind.

Für den Platzwart können Luftbilder und einfache Auswertungen dabei helfen, den Zustand der Flächen besser zu dokumentieren und Entwicklungen über die Zeit zu erkennen. Für Trainerinnen und Trainer kann es hilfreich sein, wenn Belastungen einzelner Bereiche besser sichtbar werden und Schonzeiten nachvollziehbarer begründet werden können. Für den Vorstand entsteht eine bessere Grundlage, um Pflege, Nutzung, Investitionen und langfristige Planung zu verbinden.

Gerade im Ehrenamt ist das wichtig. Entscheidungen werden oft schnell, nebenbei und unter Zeitdruck getroffen. Wenn dann bessere Informationen vorliegen, müssen weniger Dinge aus dem Bauch heraus entschieden werden. Das bedeutet nicht, dass künftig jede Rasenfrage in einer Tabelle entschieden wird. So weit wollen wir es nun wirklich nicht kommen lassen. Aber gute Entscheidungen werden leichter, wenn man mehr sieht als nur den Eindruck eines einzelnen Tages.

Bei Begriffen wie „digitaler Zwilling“ kann schnell der Eindruck entstehen, dass jetzt alles riesig, kompliziert und technisch wird. Genau das wollen wir vermeiden. Unser Ansatz bleibt jedoch einfach. Wir nutzen Drohnenbilder, Tabellen, Vorlagen und klare Abläufe. Keine Spezialsoftware, keine unnötige Komplexität, keine digitale Parallelwelt, die am Ende mehr gepflegt werden muss als der Rasen selbst.

Der digitale Zwilling soll den Vereinsalltag unterstützen. Er soll helfen, die Sportflächen besser zu verstehen. Er soll Pflege und Nutzung nachvollziehbarer machen. Und er soll die Menschen entlasten, die sich ohnehin um viele Dinge kümmern.

Öffentlichkeitsarbeit: Unsere Anlage sichtbar machen

Neben der Pflege- und Planungsfunktion hat die Drohne noch einen zweiten großen Nutzen: Sie hilft uns, unseren Verein und unsere Sportanlage besser zu zeigen.

Luftbilder haben eine besondere Wirkung. Sie zeigen nicht nur einen Ausschnitt, sondern das Ganze. Den Platz, die Wege, die Gebäude, die Umgebung, die Lage in Mildensee und die Verbindung zur Ortschaft. Für Website, Social Media, Projektberichte, Veranstaltungen oder spätere Rückblicke sind solche Aufnahmen sehr wertvoll.

Sie machen sichtbar, was oft selbstverständlich wirkt. Unsere Sportanlage ist nicht einfach nur ein Ort, an dem gespielt wird. Sie ist Treffpunkt, Bewegungsraum, Vereinsmittelpunkt, Veranstaltungsort und ein Stück Mildensee. Von oben erkennt man das noch einmal anders.

Die Bilder können helfen, Entwicklungen zu dokumentieren, Projektfortschritte zu zeigen, Beiträge anschaulicher zu machen und Informationen später auch öffentlichkeitswirksam aufzubereiten. Die Drohnenbilder und die daraus gewonnenen Informationen können künftig auch in unsere Vereinskommunikation einfließen, zum Beispiel über unsere Website, Social Media oder die digitalen Schaukästen, die wir demnächst noch ausführlich vorstellen.

Wie es weitergeht

Mit der Drohne und dem digitalen Zwilling schauen wir künftig genauer auf unsere Sportanlage. Im nächsten Beitrag geht es dann darum, wie Informationen, Bilder, Hinweise und Vereinsnachrichten künftig noch besser nach außen getragen werden können. Denn was wir durch Spielbetrieb+ erfassen, auswerten, erleben und aufbereiten, soll nicht irgendwo im Hintergrund verschwinden. Es soll sichtbar werden.

Genau dafür spielen unsere zwei digitalen Schaukästen eine wichtige Rolle: am Vereinsheim und im Sport- und Freizeitzentrum. Sie bringen moderne Vereinsinformationen dorthin, wo Menschen vorbeikommen, stehenbleiben, hinschauen und mitbekommen sollen, was beim SV Mildensee passiert.

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