Der SV Mildensee hat das Pokal-Wiedersehen mit dem SV 1898 Wulfen deutlich für sich entschieden und ist nach einem 7:0 eine Runde weiter. Schon zur Pause war der Weg bereitet. In der Schlussphase wurde es am Anger dann noch einmal spektakulär.

Aufstellung des SVM: Schröder – Benedix, Wolter, Noth, Stebani (’62. Brudna) – J. Schulze, Dübecke-Tiedemann – Fels (’46. Süphke), F. Schulze (‘46. Fromm), Wünsche (’62. Tanz) – Wille (’62. Al Hosini)
Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem 4:0 im Pokal setzte die Mannschaft des SVM gegen den SV 1898 Wulfen noch einen drauf. Beim 7:0 am heimischen Anger war die Partie bereits zur Pause praktisch entschieden. Und dennoch hatte der Nachmittag seine spektakulärsten Szenen erst ganz zum Schluss zu bieten.
Vor 90 Zuschauern führte Marvin Stebani den SVM in Vertretung für Benjamin Drengwitz als Kapitän aufs Feld, auf Wulfener Seite trug Patrick Ahland die Binde. Mildensee agierte in der inzwischen gewohnten taktischen Formation und übernahm früh die Kontrolle.
SVM mit frühem Dosenöffner
Der Weg zum 1:0 begann in der 19. Minute bei Lucas Dübecke-Tiedemann im Mittelkreis. Sein hoher Ball fand auf links den Laufweg von Fabian Fels, der nahe der Grundlinie noch einmal querlegte. Am zweiten Pfosten nahm Lukas Wünsche den Ball an und vollendete aus sechs Metern.
Beim zweiten Treffer stand Dübecke-Tiedemann dann selbst im Fokus. Wieder leitete er die Szene aus dem Mittelfeld ein, diesmal flach auf die rechte Seite zu Wünsche. Dieser zog über die rechte Seite in den Strafraum und legte den Ball flach in den Rückraum. Dort konzentrierte sich die Wulfener Defensive zunächst auf Maurice Wille und stellte den Mildenseer Angreifer zu, bekam den Querpass dabei aber nicht geklärt. So konnte der Ball bis zum nachrückenden Dübecke-Tiedemann durchlaufen, der aus rund 13 Metern frei zum Abschluss kam und mit links flach ins linke Eck zum 2:0 in der 33. Minute traf.
Kurz vor der Pause folgte der nächste Treffer. Ein von Fels getretener Freistoß von der linken Seite segelte zentral vors Tor, wo Dübecke-Tiedemann aus rund sechs Metern nur noch zum 3:0 einzunicken brauchte. Eine klare Ausgangslage für die zweite Hälfte.
Wulfen wagt es aus der Distanz
Der SVM schöpfte im weiteren Verlauf mit fünf Wechseln sein Kontingent vollständig aus, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. In der 79. Minute steckte Jan Schulze im linken Halbraum auf Dübecke-Tiedemann durch. Wulfens Keeper rückte entschlossen aus dem Kasten, doch statt selbst abzuschließen legte Dübecke-Tiedemann rechtzeitig quer. Der für Maurice Wille eingewechselte Ahmad Al Hosini schob ins leere Tor ein.
In der 83. Minute hatte Wulfen seine einzige Abschlusschance der Partie. Der Schuss aus rund 17 Metern war dabei alles andere als harmlos: Christian Schröder fischte den Ball jedoch mit einer starken Flugeinlage aus dem Winkel.
Fromms Traumtor leitet spektakuläre Schlussphase ein
Dann begann eine Schlussphase, die das Ergebnis endgültig in die Höhe trieb. Erik Fromm, für Florian Schulze ins Spiel gekommen, fasste sich in der 84. Minute aus knapp 30 Metern ein Herz. Sein flatternder Rechtsschuss nahm eine ungewöhnliche Flugkurve und schlug oben rechts zum 5:0 ein – Traumtor.
Im Anschluss daran war wieder Dübecke-Tiedemann an der Reihe. Vor dem Strafraum zog er nach links, ließ dabei zwei Verteidiger stehen und schob aus etwa 16 Metern mit links flach ins rechte Eck. In der 90. Minute setzte er schließlich auch den Schlusspunkt: Nach einem hohen Ball von Jeremy Noth verschätzte sich ein Wulfener Abwehrspieler, Dübecke-Tiedemann nahm das Geschenk an und traf trotz einer Ballberührung des Torwarts zum 7:0.
Damit unterstrich ausgerechnet der SVM-Spieler seine Form, der vor der Partie als bester Torschütze der vergangenen Saison in der Kreisliga Nord Anhalt-Bitterfeld ausgezeichnet worden war: 34 Tore und 24 Assists in 22 Spielen hatte Dübecke-Tiedemann dort gesammelt.

Fazit und Vorschau
Vier Gelbe Karten gingen ausschließlich an Wulfen, unsportlich wurde die Begegnung dennoch nicht. Auf und neben dem Platz blieb der Umgang respektvoll; auch für das Schiedsrichterteam um Philipp Müller sowie Peter Reifenscheid und Noah Sobotta an den Linien verlief der Nachmittag ruhig.
Für Mildensee bedeutet das 7:0 den Einzug in die dritte Runde des RAN1-RBW-Pokals. Der nächste Gegner steht noch nicht fest. Zuvor wartet jedoch am kommenden Samstag, den 29. August 2026, der Punktspiel-Auftakt der Kreisoberliga Anhalt-Bitterfeld beim FV 1920 Merzien. Anstoß ist um 15:00 Uhr auf dem Rasenplatz des Sportplatzes Merzien (Am Sportplatz 7, 06369 Merzien).
Der SVM freut sich auf eure Unterstützung!










3 Kommentare
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Meine Vorfreude auf die Kreisoberliga-Saison ist immens! 💚🤍🏟