SVM zurück in der Erfolgsspur: Brudna wird zum „Eisvogel“

SVM vs. Reppichau 27.09.2026
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Der SV Mildensee meldet sich mit einem verdienten 2:1-Heimsieg zurück. Gegen die bis dahin ungeschlagene SG 1948 Reppichau II musste der SVM zunächst einen frühen Rückschlag verkraften, bewies anschließend jedoch die richtige Mentalität und fand zurück in die Erfolgsspur.

SVM vs. Reppichau 27.09.2026

Aufstellung des SVM: Schröder (T) – Brudna (’90.+1 Kwiatkowski), Wolter, Noth, Wünsche – J. Schulze, Drengwitz (C) – Fels, Dübecke-Tiedemann, Al Hosini (’68. Süphke) – Fromm (’68. F. Schulze)

Am vierten Spieltag der Kreisoberliga Anhalt-Bitterfeld gastierte mit der SG 1948 Reppichau II der Tabellendritte am Mildenseer Anger. Sieben Punkte hatten die Gäste aus ihren ersten drei Begegnungen gesammelt. Zugleich war es das erste Pflichtspielduell beider Teams. Nach der deutlichen Niederlage in Petersroda am 3. Spieltag gingen die Männer des SVM dagegen mit ordentlich Wut im Bauch und dem klaren Willen zur Wiedergutmachung in die Partie.

Personell musste der SVM unter anderem auf seine Abwehrsäule Marvin Stebani verzichten. Ansonsten konnten beide Mannschaften auf einen Großteil ihrer Stammkräfte zurückgreifen.

Kalte Dusche für den SVM, schnelle Antwort vom Punkt

Die Anfangsphase verlief zunächst ohne größere Höhepunkte. Beide Mannschaften tasteten sich ab, Reppichau II kam früh zu zwei Eckbällen, zwingende Torchancen blieben jedoch zunächst aus.

Das änderte sich in der 11. Minute. Die Mildenseer Defensive ließ dem Gegenspieler zu viel Raum, sodass dieser eine Hereingabe vom linken Flügel zentral vor dem Tor nahezu unbedrängt annehmen und aus sechs Metern zur 0:1-Führung verwerten konnte.

Die Antwort des SVM ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In der 14. Minute wurde Lucas Dübecke-Tiedemann im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt.

Linksverteidiger Patrick Brudna übernahm daraufhin die Verantwortung. Ohne lange zu überlegen, setzte der Mildenseer den Ball in der 15. Minute ins rechte untere Eck und glich zum 1:1 aus. Reppichaus Torhüter ahnte zwar die Ecke, kam an den platzierten Schuss aber nicht mehr heran.

In der Folge entwickelte sich eine offene Begegnung. In der 21. Minute versuchten es die Gäste mit einem Distanzschuss, der über das Mildenseer Tor ging. Drei Minuten später arbeitete sich Fabian Fels links im Strafraum bis knapp vor die Grundlinie durch und legte quer auf den am Fünfmeterraum lauernden Ahmad Al Hosini. Dessen Abschluss mit der Fußspitze blockte ein Reppichauer Verteidiger im letzten Moment.

Auch Reppichau II blieb gefährlich. In der 28. Minute bot sich den Gästen eine weitere Gelegenheit, doch der Angreifer rutschte in aussichtsreicher Position weg.

Mildensee defensiv aufmerksam

Abgesehen vom Gegentreffer stand der SVM defensiv deutlich sicherer als noch in der Vorwoche. Die Mildenseer verteidigten aufmerksam, arbeiteten geschlossen gegen den Ball und machten es Reppichau II schwer, gefährlich vor das Tor zu kommen.

In der 35. Minute bot sich Dübecke-Tiedemann eine gute Gelegenheit zur Führung. Sein flacher Abschluss aus 19 Metern in halblinker Position wurde von einem Gegenspieler abgefälscht und verfehlte das Tor rechts nur um Haaresbreite. Die anschließende Ecke faustete der Reppichauer Torhüter aus der Gefahrenzone.

Auf der Gegenseite bot sich Reppichau in der 40. Minute noch einmal eine Großchance, doch aus 13 Metern setzte der Angreifer den Ball knapp rechts neben das Tor.

So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen. Ein Halbzeitstand, der dem bis dahin offenen Spielverlauf entsprach. Mildensee verteidigte insgesamt konzentriert und hatte sich auch offensiv einige Möglichkeiten erarbeitet.

Aberkannter Führungstreffer sorgt für Diskussionen

Beide Mannschaften kamen zunächst ohne weitere personelle Veränderungen aus der Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung offen.

In der 59. Minute schien der SVM die Partie schließlich gedreht zu haben. Dübecke-Tiedemann brachte den Ball zum vermeintlichen 2:1 im Reppichauer Tor unter und ließ den Anger jubeln.

Doch der Treffer hatte keinen Bestand. Nach längerer Absprache innerhalb des Schiedsrichtergespanns wurde das Tor aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels zurückgenommen. Die Aufnahmen der Veo-Kamera zeigen zwar, dass durchaus ein zu ahndendes Foulspiel vorlag. Da der Schiedsrichter den Angriff mit Torfolge jedoch ohne Unterbrechung zu Ende spielen ließ und auch kein entsprechendes Fahnenzeichen des Assistenten erfolgt war, sorgte die nachträgliche Entscheidung auf und neben dem Platz für Diskussionen.

Mildensee ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und suchte weiter den Weg nach vorn. In der 69. Minute reagierte der SVM zudem mit einem Doppelwechsel: Jannick Süphke kam für Ahmad Al Hosini, während Florian Schulze den Mittelstürmer Erik Fromm ersetzte.

Brudna avanciert zum Matchwinner

Der Ausgang der Partie war nach wie vor ungewiss, ehe in der Schlussphase die nächste Schlüsselszene folgte. Nach einem Handspiel im Reppichauer Strafraum entschied der Schiedsrichter in der 78. Minute zum zweiten Mal an diesem Nachmittag auf Elfmeter für Mildensee.

Wieder schnappte sich Brudna den Ball, wieder visierte er die rechte untere Ecke an und wieder ahnte der Reppichauer Keeper die Richtung. Diesmal war er sogar noch am Ball, konnte den Treffer zum 2:1 in der 79. Minute aber erneut nicht verhindern.

Zweimal Verantwortung übernommen, zweimal die Nerven behalten: Im Liveticker brachte Brudna das kurzerhand den Beinamen „Eisvogel“ ein.

Nun galt es, den Vorsprung über die verbleibenden Minuten zu bringen. Reppichau II suchte noch einmal den Weg zum Ausgleich, wodurch sich dem SVM zunehmend Räume boten, aus denen die Mildenseer jedoch kein weiteres Kapital schlagen konnten.

In der 90.+1 Minute nahm Mildensee den letzten Wechsel vor: Denny Kwiatkowski kam für Doppeltorschütze Brudna, der bei seiner Auswechslung vom Mildenseer Publikum ausgiebig gefeiert wurde.

In der fünften und letzten Minute der offiziellen Nachspielzeit bot sich dem SVM noch einmal die Gelegenheit durch einen Konter über Schröder, Fels und Dübecke-Tiedemann, der jedoch nicht sauber zu Ende gespielt wurde. Es sollte die letzte nennenswerte Aktion des Mildenseer Angriffsspiels bleiben.

Reppichau II bekam anschließend noch einmal drei Standardsituationen in Folge zugesprochen, konnte daraus jedoch keine echte Torgefahr entwickeln. Wenig später war Schluss am Anger.

Fazit und Vorschau

Vor 142 Zuschauern feierte der SV Mildensee einen verdienten 2:1-Heimsieg gegen die zuvor noch ungeschlagene SG 1948 Reppichau II. Der Mildenseer „Eisvogel“ Patrick Brudna hatte durch seine beiden Treffer vom Elfmeterpunkt entscheidenden Anteil am Erfolg. Mit neun Punkten aus vier Spielen belegt der SVM nun den fünften Tabellenplatz – eine Momentaufnahme, die sich für einen Aufsteiger durchaus sehen lassen kann.

Der Schiedsrichter verteilte insgesamt vier Gelbe Karten, zwei auf jeder Seite. Insbesondere die Rücknahme des vermeintlichen Mildenseer Führungstreffers sorgte zwischenzeitlich für eine etwas gereizte Stimmung, größere Zwischenfälle blieben jedoch aus.

Für die Mildenseer Jungs steht zunächst ein spielfreies Wochenende an, ehe es am 11. Oktober um 14:00 Uhr im Ligabetrieb weitergeht. Der SVM ist dann beim SV 1898 Wulfen gefordert. Gespielt wird auf dem Rasenplatz des Sportplatzes Wulfen in der Fabrikstraße 8 in 06386 Osternienburger Land.

Es wird das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften im Ligabetrieb. Zwei Pflichtspielduelle gab es bereits im RAN1-RBW-Kreispokal: Im August 2025 setzte sich Mildensee mit 4:0 durch, im August dieses Jahres folgte ein 7:0-Erfolg.

Wulfen steht nach vier Spieltagen mit fünf Punkten auf Rang neun und kommt aus einem turbulenten 5:5-Heimspiel gegen die SG Union Sandersdorf II.

Alle SVM-Fans sind herzlich eingeladen, die Mannschaft nach Wulfen zu begleiten und wie gewohnt für starke Mildenseer Unterstützung zu sorgen.

Auf nach Wulfen – gemeinsam für unsere Farben!

LIVETICKER: Ein besonderer Dank gilt erneut unserem Abteilungsleiter Patrick „Bone“ Bonin, der alle Fans, die nicht vor Ort sein konnten, während der Partie mit einem ausführlichen FuPa-Liveticker auf dem Laufenden hielt. HIER kann der Ticker noch einmal nachgelesen werden.

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