Der SV Mildensee setzt seine makellose Pflichtspielbilanz gegen SV 1898 Wulfen fort und gewinnt auch das dritte Duell. Mit dem verdienten 1:6-Auswärtssieg verbessert sich der SVM von Rang fünf auf Rang drei und unterstreicht damit seinen starken Saisonstart.

Aufstellung des SVM: Schröder (T) – Benedix (’74. Brudna), Wolter, Noth, Stebani (’67. Süphke) – J. Schulze, Dübecke-Tiedemann, Drengwitz (C) – Wille (’46. Tanz), Fromm (’52. Al Hosini), Wünsche (’52. Fels)
Nach einem spielfreien Wochenende waren die Männer des SVM am vergangenen Sonntag, dem 11. Oktober 2026, am 5. Spieltag der Kreisoberliga Anhalt-Bitterfeld beim SV 1898 Wulfen zu Gast. Mit fünf Punkten aus den ersten vier Begegnungen gingen die Gastgeber als Tabellenneunter in die Partie. Mildensee reiste dagegen mit neun Zählern als Tabellenfünfter und mit dem Rückenwind des 2:1-Heimsieges gegen die SG 1948 Reppichau II an.
SVM von Anfang an tonangebend
Von Beginn an übernahm der SVM die Kontrolle und hatte deutlich mehr Ballbesitz und Spielanteile. Jan Schulze prüfte den Wulfener Schlussmann bereits in der 4. Minute aus rund 20 Metern und wenig später mit einem Freistoß aus etwa 30 Metern (’8.). Beide Male war der Torhüter zur Stelle.
Die bis dahin größte Chance hatte Lucas Dübecke-Tiedemann in der 11. Minute. Nach einem Diagonalball von Jeremy Noth nahm er den Ball sauber mit, zog bis an die linke Ecke des Fünfmeterraums und verfehlte das lange Eck nur knapp.
In der 17. Minute belohnte sich Mildensee schließlich für die Überlegenheit. Erik Fromm spielte von der linken Seite einen sehenswerten Pass zentral in den Strafraum, genau in den Lauf von Dübecke-Tiedemann. Der Mildenseer stand frei vor dem Wulfener Torhüter und behielt die Ruhe: Mit dem linken Fuß schob er den Ball am Keeper vorbei links unten zur 0:1-Führung ein.
Wulfen kam in der 20. Minute mit einem Kopfball zu einer ersten Halbchance, die jedoch deutlich am Tor vorbeiging. Ansonsten blieb der SVM spielbestimmend. Maurice Wille prüfte in der 25. Minute aus 17 Metern noch einmal den Torhüter, ehe nur eine Minute später der nächste Treffer fiel.
Eine Ecke von rechts wurde in der 26. Minute zunächst kurz ausgeführt. Kapitän Benjamin Drengwitz spielte Jan Schulze am Strafraumeck an, dessen Schuss abgefälscht wurde und über Umwege bei Lukas Wolter landete. Aus elf Metern zentraler Position suchte er den unmittelbaren Abschluss. Der Ball sprang an die Unterkante der Latte und von dort ins Netz: 0:2 für Mildensee.
In der 30. Minute lag der Ball erneut im Wulfener Tor, doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits.
Drei Minuten später sollte der nächste Treffer dann auch regulär zählen. Dübecke-Tiedemann brachte eine Ecke von rechts scharf auf den kurzen Pfosten, wo Jan Schulze den Ball verlängerte. Marvin Stebani stand goldrichtig und drückte die Kugel mit dem rechten Fuß aus rund drei Metern über die Linie – 0:3 in der 33. Minute.
Kurz vor der Pause kamen auch die Gastgeber noch einmal gefährlich vor das Mildenseer Tor. Nach einem langen Ball und einer Ablage in den Rückraum kam Wulfen in der 42. Minute zum Abschluss, doch Noth rettete auf der Linie.
So ging es mit einer verdienten 0:3-Führung in die Kabinen.
SVM bleibt auch nach der Pause konsequent
Mildensee knüpfte unmittelbar an den ersten Durchgang an und erhöhte bereits in der 47. Minute.
Jan Schulze verlagerte den Ball aus dem Halbfeld auf die rechte Seite zu Lukas Wünsche, der anschließend quer auf Erik Fromm spielte. Dessen Abschluss aus rund elf Metern halblinker Position geriet relativ zentral, sodass der Wulfener Torhüter zunächst mit dem Fuß parieren konnte. Der Ball blieb jedoch gefährlich, Fromm setzte nach und brachte ihn schließlich doch zum 0:4 im Wulfener Tor unter.
Mildensee blieb dominant und legte in der 59. Minute nach. Stebani schlug einen langen Ball auf die rechte Seite zum eigewechselten Ahmad Al Hosini, der den mitgelaufenen Dübecke-Tiedemann sah und querlegte. Der Querpass nahm den Wulfener Torhüter aus dem Spiel, sodass Dübecke-Tiedemann aus rund zehn Metern nur noch zum 0:5 einschieben musste und damit seinen Doppelpack schnürte.
In der 65. Minute bot sich Wulfen die große Chance auf den Anschlusstreffer. Nach einem vom Schiedsrichter gesehenen Foulspiel von Wolter im Strafraum erhielten die Gastgeber einen Elfmeter, setzten diesen jedoch rechts neben das Tor.
Wenig später fand auch ein zweiter Mildenseer Treffer keine Anerkennung: In der 70. Minute brachte Al Hosini den Ball im Netz unter, das Schiedsrichtergespann entschied jedoch erneut auf Abseits.
Aluminium, ein Schönheitsfehler und das letzte Wort
Mildensee blieb auch mit der deutlichen Führung offensiv präsent. In der 75. Minute wurde ein Torabschluss vom eingewechselten Johannn Tanz aus kurzer Distanz gerade noch geblockt. Wenig später fehlten gleich mehrfach nur Zentimeter zum sechsten Treffer: Ein abgefälschter Abschluss von Jan Schulze landete in der 80. Minute an der Latte und in der 82. Minute setzte Tanz einen Schuss aus rund zehn Metern an den linken Außenpfosten.
In der 87. Minute gelang Wulfen schließlich der Ehrentreffer. Nach einem Ballverlust im Mildenseer Zentrum spielten die Gastgeber über die rechte Seite nach vorn. Die anschließende Flanke erreichte einen Wulfener Angreifer, der den Ball mit der Brust annahm und anschließend per Seitfallzieher abschloss. Mildensees Keeper Christian Schröder bekam noch eine Hand an den Ball, konnte das 1:5 links unten aber nicht mehr verhindern.
Der Schlusspunkt blieb jedoch dem SVM vorbehalten. Jan Schulze eroberte in der 89. Minute den Ball im Mittelfeld, trieb ihn selbst nach vorn, ließ dabei mehrere Gegenspieler hinter sich und steckte anschließend durch die Lücke in der Wulfener Defensive auf den eingewechselten Jannick Süphke durch. Süphke erlief den Pass, ließ den herannahenden Innenverteidiger mit einem Stopp und Richtungswechsel ins Leere grätschen und lief frei auf das Tor zu. Mit einem platzierten Abschluss links unten stellte er auf 1:6.
Es war zugleich die letzte Aktion des Spiels.
Fazit und Vorschau
Unterm Strich stand ein auch in dieser Höhe verdienter Auswärtssieg. Der SVM bestimmte die Begegnung über die gesamte Spielzeit und erspielte sich neben den sechs Treffern zahlreiche weitere Möglichkeiten. Zwei weitere Tore fanden wegen Abseits keine Anerkennung, in der Schlussphase verhinderte zudem zweimal das Aluminium einen noch höheren Erfolg. Der späte Gegentreffer blieb damit lediglich ein kleiner Schönheitsfehler einer ansonsten sehr überzeugenden Vorstellung.
Auch insgesamt verlief die Partie erfreulich fair. Der Schiedsrichter zeigte lediglich drei Gelbe Karten, eine gegen Mildensee und zwei gegen Wulfen.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Mildenseer Anhängern, die den Weg nach Wulfen auf sich nahmen und der Mannschaft auch fernab des Angers wie gewohnt spürbaren Rückhalt gaben. Ihr seid Teil des Erfolgs.
Durch den vierten Sieg im fünften Ligaspiel klettert der SVM mit nun zwölf Punkten von Rang fünf auf Tabellenplatz drei und hat sich damit frühzeitig eine gute Basis für den weiteren Saisonverlauf geschaffen.
Schon am kommenden Sonntag wartet die nächste interessante Aufgabe. Am 18. Oktober 2026 um 14:00 Uhr empfängt Mildensee den FC Stahl Aken am heimischen Anger. Dabei trifft Aufsteiger Mildensee auf den Absteiger aus Aken, der nach fünf Spieltagen mit neun Punkten auf Tabellenplatz sieben steht.
Die bei FuPa dokumentierte Pflichtspielhistorie beider Vereine reicht bis ins Jahr 1992 zurück. In 13 Begegnungen setzte sich Mildensee zweimal durch, neunmal gewann Aken, zwei Partien endeten unentschieden. Das bislang letzte Duell fand im September 2025 im RAN1-RBW-Pokal statt. Damals unterlag der SVM dem zu diesem Zeitpunkt noch zwei Spielklassen höher spielenden FC Stahl Aken knapp mit 1:2. Gut ein Jahr später begegnen sich beide Mannschaften nun als Ligakonkurrenten. Lasst uns den Sportplatz am Anger auch am kommenden Sonntag wieder gemeinsam zum Beben bringen. Für unsere Farben – für Mildensee!








